Lúm ist das debut von eva siegmund und es ist ein beachtliches buch. man merkt, dass die autorin erfahrungen im hörbuch-bereich gesammelt hat, denn man hört und sieht ihr personal förmlich durch die unterschiedlichsten welten wandeln.

doch zur geschichte: meileike lebt in adeva, einem zerstörten staat, in dem noch allerlei aufbauarbeit zu leisten ist. in der „nacht der mantai“ werden allen fünfzehnjährigen ihre gaben enthüllt, wenn sie welche besitzen. meleike empfängt leider keine gabe, sondern gilt – ohne besondere fähigkeiten – als kema. eines tages ruft ihre großmutter sie zu sich, sie ist die größte seherin des landes. aber sie hält sich nicht mit langen reden auf, sondern verleiht ihrer enkelin die gaben, die sie selbst besitzt.

in einem anderen land, in der stadt lúm, wird flynn gefangen gehalten. er hat mit seinem 15. geburtstag eine gabe entwickelt, die als zeichen an seinem handgelenk sichtbar wird. es scheint keine möglichkeit für ihn zu geben, um seinem vater, einem wissenschaftlichen mörder, zu entkommen. doch flynn rechnet nicht mit der kämpferischen natur seiner mutter, die ihn mit einer wahnsinnsaktion retten kann.

er kann nach adeva fliehen und trifft dort auf meleike. sie tragen das gleiche zeichen und können zusammen mehr bewegen und verbergen, als sie ahnen.

ihre mission ist es, adeva vor der zerstörung zu bewahren und die zu retten, die sie lieben.

die geschichte ist unglaublich spannend zu lesen, denn nach und nach klären sich die sorgsam gelegten fährten auf. natürlich denkt man beim lesen auch an die tribute und viele andere, ähnlich geartete fantasy-geschichten. aber die charaktere von siegmund sind sehr eigenwillig und sorgfältig gestaltet;  konstruktion und ausgestaltung der geschichte sind überzeugend und die idee der unterschiedlichen gaben ist wirklich interessant.

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