einen reiseführer für tiere hat es so noch nicht gegeben! denn hier erzählen tiere von ihren reisen in die weite welt: eine kröte klettert in den alpen herum, die libelle setzt zu einem langen flug auf einen anderen kontinenten an und der dugong reist zum ersten mal alleine durchs meer.

natürlich gibt es auf reisen immer einges zu sehen und zu erleben sowie eine menge gefahren, die lauern können. wie die route am besten verläuft, das erzählt nun jedes tier höchstpersönlich (leider nur auf zwei doppelseiten!). denn dies kann ich jetzt schon verraten, die reisen sind so spannend, dass ich zumindest gerne noch mehr von ihnen und über sie erfahren hätte.

zunächst gibt es eine info-seite über jedes tier, man erfährt, wo es geboren wurde, wie groß es im vergleich zu einer katze ist und warum es reisen muss. die wanderlibelle z.b. muss reisen, wenn in indien trockenzeit ist, denn sie braucht süßwasser-pfützen, um ihre eier zu legen. so fliegt sie in über 1000 meter höhe auf die malediven. als auch dort kein wasser mehr vorhanden ist, macht sie sich auf nach ostafrika. auf der nächsten doppelseite werden mit hilfe von icons ihre stationen und andere besonderheiten auf ihrer reiseroute dargeboten: der affenbrotbaum ist ihr ideales zuhause und eine reisewarnung (für andere libellen) gibt es auch noch: denn vögel sind in den lüften mit die größte gefahr für libellen! zusätzlich lernt man noch ihre „parkmöglichkeiten“ kennen und weiß, was vor ort sehenswert oder besonders interessant ist: auf madagaskar sind das z.b. felesenformationen und außerdem gibt es dort sehr viele gewürze wie vanille, pfeffer und zimt.

in einer übersicht am anfang sieht man, um welche reisen es sich handelt: um flug-, wander-, see-, fluss- oder städtereisen. zusätzliche infokästen informieren über das klima, die natur, die reiselust, die unterkünfte sowie die verpflegung der reisenden. und wer reist nun? im buch werden gewöhnliche und bekannte tiere wie das eichhörnchen, die schwalbe, der marienkäfer, der afrikanische elefant, die ameise und der lachs vorgestellt, aber auch eher ungewöhnliche und unbekannte wie der dugong, der waschbär, der tukan oder das yak.

am ende des buches haben die lesenden selbst gelegenheit, ihre reisen zu dokumentieren. und dazu können sie die zuvor entdeckten und gelernten symbole nutzen; sie können briefmarken und postkarten gestalten, reisepässe herstellen , tierfingerpuppen basteln oder einen origami-pinguin falten.

ein rundum gelungenes tiersachbuch zum lernen, lesen, nach- und weiterdenken sowie zum selbermachen. man darf auf weitere brillante ideen der beiden vollblut-autorinnen gespannt sein.

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