alyce, ruth, dora, dumpling, selma und hank haben je ihre eigenen geschichten und keine davon ist, was man eine glückliche unbeschwerte kindheit nennen könnte. nach und nach entfaltet bonnie-sue hitchcock diese einzelnen geschichten und verwebt sie so ineinander, dass sie zu einer einzigen großen geschichte verschmelzen.

alyce ist nach der trennung ihrer eltern hin- und hergerissen zwischen tanzen und fischen; ruth wächst mit ihrer schwester lily bei ihrer grantigen, neurotisch-katholischen großmutter auf. dora wird von ihrem vater missbraucht und von dumplings familie aufgenommen. selma ist adoptiert und kennt ihre wahren eltern nicht und hank hält es nach dem tod seines vaters nicht mehr länger zu hause aus und beschließt deshalb, mit seinen brüdern reißaus zu nehmen.

all diese geschichte spielen in alaska; das wetter ist unwirtlich, die wirtschaftliche situation ist für viele schwierig und die familiären verhältnisse sind es bei allen sowieso. ein wirrwarr aus losen fäden, aus abneigungen, flüchtigen kontakten und freundschaften wird zu einem regelrechten beziehungsknäuel und vermag einsichten über das rauhe, harte leben im nördlichen polarkreis zu vermitteln. nahezu poetisch beschreibt hitchcock diese menschen und landschaften und lässt den lesenden eintauchen in eine ihm fremde, unbekannte welt, in der es tierfelle, mützen, schnee, dörrfleisch, lachse und eskimo-eis gibt. dennoch erscheint ihm vieles vertraut, ja fast heimelig. denn die probleme, die die menschen dort haben, kommen einem doch bekannt vor.

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